Ich bins schon wieder. Diese Wochenende war ein besonderes Wochenende...
...kleine Unterbrechung Ich sitze gerade im Wohnzimmer und habe gerade ein Leib Brot geschenkt bekommen, lecker ;) Zwar kein deutsches Schwarzbrot, aber es schmeckt trotzdem erstaunlich gut... ja ein besonderes Wochenende , weil am Montag Memorials Day war und damit Feiertag. An Memorials Day gedenken die Amis an die gefallenen Soldaten im Civil War und den anderen Kriegen mit amerik. Beteiligung. Langes Wochenende war angesagt und unsere Praktikantengruppe hat sich extra den Freitag Nachmittag frei genommen, um das WE so richtig auszunutzen.
Es war geplant, die Westkueste mit dem Auto Richtung Sueden, also LA, zu erkunden. Also Schlafsack, Zelt und Zahnbuerste eingepackt und wir sind gegen 14:30 Uhr Freitags abgefahren. Unser Plan war jeden Abend einen Campground anzusteuern, wo wir uebernachten koennen. Wir haben und 2 Wochen vorher noch Karten der Kueste bei AAA (amerik. ADAC) geholt und die Frau am Tresen hat noch gesagt, dass alls Campingplaezte am WE des Memorial Days voll ausgebucht sein wuerden. Naja darauf haetten wir vielleicht besser hoeren sollen. Aber darauf komme ich spaeter.
Wir sind ueber den Highway 101 Richtung Kueste gefahren und waren nach ca. 1 Stunde auf dem Highway 1, der Kuesenstrasse. Die Fahrt Richtung Sueden war ein Erlebnis, rechts Klippen oder Strand und links von uns Berge und Huegel. Typisch fuer die Westkueste ist der Nebel der vom Ozean an den Bergen haengen bleibt und dadurch die Kueste nicht immer Sonne abbekommt. Dennoch hatten wir zeitweise Sonne. Wie haben waehrend der Fahrt oft angehalten und haben Fotos gemacht. Nach einigen Stunden auf dem Hwy 1 haben wir unsere Abfahrt fuer den Campingplatz gefunden und mussten mind. noch eine halbe Stunde auf einem sehr schmalen Weg die Berge hoch fahren, wo wir mit einer tollen Aussicht belohnt wurden (1800 feet). Vor lauter Fahrerei haben wir vergessen Vorraete fuer diesen Abend zu kaufen und mussten extra ueber 45 km weiterfahren, um den naechsten Supermarkt zu erreichen. Ansonsten war die erste Nacht sehr gemuetlich und das Grillfleich wie immer vorzueglich.
Am naechsten Morgen haben wir das Zelt schnell wieder abgebaut und haben uns auf die Socken gemacht. Es war Samstag und eine Wanderung am Big Sur Federal Park war angesagt. Es war letztenendlich eine kurze Wanderung auf ein Berg mit Wasserfall und toller Aussicht ueber den Park. Relativ kurz und keine grosse Herausforderung. Nach 2 Stunden sind wir also weitergefahren und suchten nach einem Strand auf dem wir uebernachten konnten. Das heisst nach Campingplaetzen am Strand. Moechte man illegal einfach sein Zelt auf einem Strand aufschlagen kann das seehr teuer werden.
Wir haben viele schoene Straende und paar nicht so schoene Straende gesehen. Wir erinnern uns zurueck an die Frau vom AAA, die uns verischert hat dass alles an dem WE belegt sei. So war es auch. Wir fanden keine Bleibe und mussten unsere Suche ins Landesinnere verlagern. Es war schon spaet abends und wir hatten einen Platz angesteuert, der sehr abgelegen war und bogen in einen Schotterweg ab, der grenzwertig mit unserem 3er BMW zu befahren war. Nach ca. 5 km zweifelten wir an die Existenz des Campingplatzes und drehten um. Zu guter letzt merkten wir dass unser Tank nahezu leer war und wir konnten Wetten abschliessen ob wir es zur naechsten Tanke noch schaffen wuerden. Die nachste Tankstelle lag ca. 18 km entfernt und haben alle Register gezogen so spritsparend wie moeglich zu fahren, d.h. Klimaanlage aus, Radio aus und eine schonende Fahrweise. Wie hatten noch Sprit fuer 3km (laut Anzeige) als wir die Tankstelle erreicht hatten. Phewwww =) Also schnell aufgetankt.
Wir standen also mit vollem Tank aber ohne Uebernachtungsmoeglichkeit an der Tanke. Naja, besser als umgekehrt. Es war schon kurz vor zehn, es war schon dunkel und wir fuhren einfach die Roads entlang und suchten nach einer Nebenstrasse. wir befanden uns in der Pampa wo weit und breit keine Menschenseele.. naja es erschien uns fast so :).. war. Wir fanden einen Acker wo wir nebenan das Auto parkten und unseren Grill auspackten um uns zu staerken. Zu unserer Freude bemerkten wir, dass neben uns ein riesiges Feld lauter frischen roten Erdbeeren war. Echt genial =D Auch ohne Zelt verging die Nacht problemlos. Und obwohl in der frueh 2 Autos an uns vorbeigefahren sind (wahrscheinlich irgendwelche Feldarbeiter) gab es keine Probleme mit der Uebernachtung.
Es war Sonntag und es ging Richtung st. Barbara. Wir besuchten Pismo Beach und andere Straende. Auf einem haben wir uns niedergelassen, waren im Wasser und haben bissl Volleyball gespielt. Wir steuerten dann wieder mehrere Campingplaetze an, die meisten davon voll waren. Wir fanden dann einen relativ weit im Landesinneren. Als wir ueber die Berge waren die Wolken wie verschwunden und die Temperatur stieg auf ueber 32 Grad. Wahnsinn. Super Wetter und super Campingplatz, wie sich herausstellte. Direkt an einem Bach. Zuerst bauten wir unser Zelt auf und machten uns dann gemuetlich an unser Barbecue. Bis in die Nacht hinein haben wir gegrillt und Lagerfeuer gemacht. Am naechsten Morgen weckte uns die Sonne auf und es ging zuallererst in den Bach frisch machen. Der Tag wurde sehr heiss als wir uns dann auf den Rueckweg machten. Gott sei Dank hatten wir eine Klimaanlage. Im Grunde fuhren wir dann ca. 5 Stunden durch Richtung Norden und sind nach einigen Halts gut in der Bay Area wieder angekommen.
Und wenn wir nicht gestorben sind, dann leben wir noch heute :)
CU next time, wenn es heisst: exploration of a new world...
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| Westcoast 1 bis St. Barbara |

